Astrologie

Die Sterne „scheinen nicht auf uns herab und beeinflussen unsere Handlungen“, sondern Sie sind Entsprechungen von Energien, die auch in uns zu finden sind. Jeder Mensch ist ganz individuell mit diesen Energien in Resonanz. Die Astrologie ist eine symbolische Sprache, die diese Resonanz „übersetzt“. Über Jahrhunderte diente sie dem Menschen zur Selbsterkenntnis.

Die ersten Spuren der Astrologie führen uns nach Mesopotamien ca. 2.500 Jahre vor unserer Zeitrechnung zurück. Die Griechen schufen den Tierkreis und entdeckten die Präzession. Die damaligen Astrologen waren auch Astronomen wie z.B. Ptolemäus (100 – 160 n. Chr), dessen „Tetrabiblos“ bis zum Mittelalter das Standardwerk der Astrologie war. Im Römischen Reich war die Astrologie sehr verbreitet.

Erst mit der Aufklärung im 18. Jahrhundert verschwand sie von den Universitäten. Bis heute besteht die Spaltung zwischen Astronomen und Astrologen, obwohl beide Richtungen sich mit dem Kosmos beschäftigen.

Viele große Philosophen, Ärzte, Vordenker waren auch Astrologen oder beschäftigten sich damit. Stellvertretend seien hier Johannes Keppler, Paracelsus, Johann Wolfgang v. Goethe oder C.G. Jung erwähnt.

C.G. Jung integrierte die Astrologie in seine Arbeit. Er prägte den Begriff der „Archetypen“. Sie werden auch als „innere Personen“ bezeichnet. Ein Archetyp ist eine Wesensenergie, die nicht wirklich in ihrer ganzen Gesamtheit erfasst werden kann und trotzdem von jedem Menschen sofort verstanden wird (z.B. Krieger). Erst durch die Deutung des Geburtshoroskops eines Menschen wird sein ganz individuelles Mitschwingen mit diesen Energien verständlich.